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Ausgelocht

Altes Gemäuer, Wald und viel saftiges Grün – diese Idylle empfängt den gestressten Besucher aus der Großstadt, wenn er in die Auffahrt zum Gut Neuhof bei Dreieich nahe Frankfurt abbiegt...

Der Golfclub schließt sich am 500 Jahre alten Gutshof an, im Innenhof stehen Golfcarts bereit. Das Clubhaus ist ein umgebauter und denkmalgeschützter Schafstall mit Gastronomie im Dach, an das sich eine großzügige Terrasse anschließt. Die Menschen dort haben eine gesunde Hautfarbe, tragen ordentliche Kleidung und wirken entspannt. Ein schöner Platz Erde, mag man denken, hier ist die Welt noch in Ordnung, es herrschen Friede und Etikette. Gleichzeitig ist das genau die Golfclub-Atmosphäre, wie sie sich Außenstehende vorstellen. Eine Atmosphäre, in der sich die Elite trifft und abgeschottet von der Masse Geschäfte macht, ihr Netzwerk pflegt.

Das ist das Bild, das laut einer Umfrage viele Nichtgolfer im Kopf haben, wenn sie an den Sport denken. Vor allem die Clubs mit ihren hohen Mitgliedsbeiträgen, der nicht selten fünfstelligen Aufnahmegebühr und der Platzreife als Ausgangsvoraussetzung haben zu diesem Image beigetragen. Das war lange Zeit durchaus gewollt. Anfang der Nuller-Jahre, so Schätzungen, spielten etwa die Hälfte aller Manager Golf.
Doch diese Beziehung ist nun zerrüttet, die Liebe der Manager, Banker und Berater zu ihrem Lieblingssport erkaltet ...

Neugierig geworden, warum?

Mehr dazu erfahren Sie im FAZ-Artikel hier
Foto-Credit: Patch